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Rechtsextremismus in FL
Die Einschätzungen der Fachpersonen zeigen, dass Rechtsextremismus in Liechtenstein zwar im Rückblick weniger massiv und sichtbar in Erscheinung tritt, als dies noch vor wenigen Jahren der Fall war; die Einschätzungen zeigen aber auch, dass es in unregelmässigen Abständen zu Vorfällen mit manifester Gewaltanwendung kommt. Dies zeigt, dass die rechtsextreme Szene Liechtensteins keineswegs verschwindet, sondern sich sporadisch in der Öffentlichkeit präsentiert. Die Studie empfiehlt eine grundsätzliche Sensibilisierung von Verwaltung, Fachpersonen und Zivilgesellschaft gegenüber Rechtsextremismus (z.B. durch eine Chronologie der Vorfälle, Thematisierung in Vereinen), eine Erhöhung der Melde- und Anzeigebereitschaft (erleichterter Zugang zu entsprechenden Stellen) sowie die verbesserte Zusammenarbeit. Ferner wird empfohlen, Rechtsextremismus nicht als spontane Willensbekundung zu verstehen, sondern als eine grundsätzliche und kontinuierliche Haltung. Entsprechend sollten Präventionsmassnahmen und Aussteigeoptionen frühzeitig - und mit Einbezug der Eltern - ansetzen und nicht von einem aktuellen Vorfall alleine abhängen. Im Bereich Intervention und Repression sollte die bisherige konsequente Haltung weiter verfolgt werden und auch auf diejenigen Institutionen übergehen, die Sicherheitsaufgaben übernehmen.
Die Studie von Miryam Eser Davolio und Matthias Drilling entstand an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel im September 2009. Für Interessierte stellen wir sie zum Herunterladen bereit.


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